Stirling Moss

Mercedes zeigt die letzte Auflage des Supersportwagens SLR. Die Sondervariante "Z 199 Stirling Moss" erinnert an den glorreichen britischen Rennfahrer, der 1955 in einem offenen 300 SLR den Sieg bei der Mille Miglia einsackte.

Schwer zu erraten, wo die Motorhaube aufhört und das Cockpit anfängt. Aus den seitlichen Auspuffstutzen donnert das Gebrüll eines Kompressor-V8, der bereits den SLR 722 Edition befeuert.


Die Außenhaut aus Kohlefaserlaminat unterscheidet sich komplett von einem "gewöhnlichen" SLR – sichtlich zu ihrem Vorteil. Serienmäßig gibt's zwei Überrollbügel, zwei Sitznischen und sehr viel frische Luft. Ab Juni 2009 soll der Extrem-SLR den bisherigen Roadster ablösen, im Dezember ist dann endgültig Schluss mit der Produktion der in England gebauten Überflieger.


Renngeschichte schrieb der 300 SLR erstmals 1955: Stirling Moss und Beifahrer Denis Jenkinson gewannen das berühmteste Straßenrennen der Welt, die italienische Mille Miglia. Der Roadster basierte aber nicht auf dem Serien-300 SL, sondern war ein Ableger des Grand-Prix-Wagens W196 ("Silberpfeil").
Wie der Silberpfeil verfügte der SLR über einen Reihen-Achtzylindermotor mit sogenannter Zwangssteuerung (ohne Ventilfedern) und Direkteinspritzung. Aus drei Liter Hubraum kitzelte dieser 266 PS, die für maximal 290 km/h reichten.


Die Trommelbremsen unterstützte ein hydraulisch aufstellbares Schild hinter dem Fahrer. Es erhöhte drastisch den Luftwiderstand und funktionierte so als Luftbremse.


Zurück zur Gegenwart: Der schnellste Serienroadster der Welt – nicht mehr und nicht weniger zu sein nimmt der Mercedes-Benz SLR Roadster S 722 für sich in Anspruch.

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